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Solidaritätsbekundung

Nach einer Attacke auf unser Vereinsgebäude in Schwaz / Tirol erreichten uns viele Anrufe und Solidaritätsbekundungen. Der Umstand, dass es Menschen gibt die für Offenheit, Frieden, Toleranz eintreten macht uns Hoffnung für die Zukunft.

Wir danken allen Freunden für die Solidarität.


Sehr geehrte Damen und Herren, 

ich wohne seit einigen Wochen in Schwaz und hatte bisher den Eindruck, Schwaz sei eine friedliche und lebenswerte Stadt. Umso fassungsloser war ich, als ich von dem unsäglichen Vorfall von Ende Mai erfahren habe ("Schweinskopf-Affäre"). Wie ich den Medienberichten entnehmen kann, ist die Angelegenheit leider immer noch nicht zur Gänze aufgeklärt. Ebenso bestürzend finde ich manche Kommentare im Internet, in denen der Vorfall verharmlost - oder noch schlimmer - als Anlass für Hasspostings verwendet wird.

Aus diesem Anlass möchte ich der Türkisch Islamischen Gemeinschaft Schwaz mein tief empfundenes Mitgefühl und meine uneingeschränkte Solidarität ausdrücken. Ich spreche an dieser Stelle nicht nur für mich selbst, sondern für eine immer größer werdende Gruppe von humanistisch eingestellten Menschen in Österreich, die es nicht zulassen werden, dass Hass und Diskriminierung salonfähig werden.

Als Sprachlehrerin arbeite ich nun schon seit vielen Jahren mit Menschen aus aller Welt zusammen und habe dadurch Tag für Tag die wertvolle Gelegenheit zum interkulturellen Dialog. In meiner Überzeugung, dass ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Zugehörigkeit möglich ist, wurde ich durch diese Erfahrungen bestärkt.

Personen und Gruppierungen, die durch herabwürdigendes und aggressives Verhalten dieses harmonische Miteinander stören und sabotieren, sind aus meiner Sicht eine Gefahr für den sozialen Frieden. An dieser Stelle möchte ich daher auch an die zuständigen Behörden appellieren, den Vorfall restlos aufzuklären und die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Denn ich möchte mein Zuhause weiterhin in einem friedlichen und lebenswerten Umfeld wissen, in dem alle Bürgerinnen und Bürger die gleichen Rechte und das gleiche Ausmaß an Freiheit und Sicherheit genießen.

Mit freundlichen Grüßen

A.K